Comune di Spilimbergo
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Stadt der Mosaikkunst

SPILIMBERGO – STADT DER MOSAIKKUNST – STREIFZUG DURCH KUNST UND KULTUR

Spilimbergo ist allgemein bekannt als „Stadt der Mosaikkunst“, denn hier hat die im Januar 1922 offiziell gegründete friulanische Mosaikfachschule (Scuola Mosaicisti del Friuli) ihren Sitz - Erbe der großen römischen und byzantinischen (und damit der aquileischen und venezianischen) Mosaik-Tradition. Spilimbergo ist heute die Hauptstadt der dekorativen Mosaikkunst (Fußboden- und Wandbereich) – davon zeugen die imponierenden und wertvollen Arbeiten, die in der Mosaikfachschule und den lokalen Werkstätten entstanden und die Flughäfen, Universitäten, Schlösser, öffentliche und private Gebäude, Sporthallen, Stadien, Kathedralen, Moscheen und Klöster in jedem Winkel der Welt zieren. Unter der Leitung hochqualifizierter Fachlehrer werden an der Schule Arbeiten aller Art angefertigt, nach Entwürfen einiger der größten zeitgenössischen Künstler.

 
Zahlreiche bedeutende Städte befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft, und auch das Meer ist nur den berühmten Katzensprung entfernt.
Der Ort Spilimbergo selbst, ein borgo mit antiken Wurzeln, erlebte seine Blütezeit im Mittelalter und in der Renaissance. So hielten sich hier Persönlichkeiten wie Kaiser Karl V. und der französische König Heinrich III. auf.

Laut einer alten Überlieferung versteckten die Herren von Spilimbergo ihre Schätze einst in einem Stollen, den sie unter dem Kastell hatten graben lassen. Sie sind später allerdings nie wieder entdeckt worden ... Es gibt allerdings andere Schätze an diesem Ort, und die befinden sich absolut nicht irgendwo versteckt: wir sprechen hier von den herrlichen Arbeiten der Künstler, die Spilimbergo zu dem gemacht haben, was es heute ist – eine der faszinierendsten Kleinstädte Friauls.

IM HISTORISCHEN ZENTRUM

Der Domplatz war einst das Zentrum der Verwaltungs- und Wirtschaftsaktivitäten. Hier hatten die Händler, die durch die Furt des Tagliamento aus den Städten der Umgebung gekommen waren, ihre Verkaufsstände. In diesem Zusammenhang ist die kleine Kirche der Ancona, die in alten Zeiten ein berühmtes Pilgerziel war, einen Besuch wert.

Auf diesem herrlichen Platz also wurden Verhandlungen geführt, die Waren kontrolliert und Gebühren gezahlt. Davon zeugen u.a. der im 13. Jahrhundert erbaute Palazzo del Daziario, der Sitz des Magistrats, sowie der Palazzo della Loggia (14. Jh), wo die Waren gelagert und Kontrollen durchgeführt wurden. An einem Pfeiler der offenen Bogenhalle ist bis heute die Macia, das in den Stein gehauene Längenmaß zu sehen, das zur Kontrolle darüber diente, dass die Verkäufe regelgerecht abgewickelt wurden.

Als Folge der wirtschaftlichen Entwicklung wuchs der kleine Ort im 14. Jahrhundert über die Maßen, sodass drei weitere Ringmauern errichtet werden mussten.


Der Turm Torre Orientale (1304) gehörte zum ersten Ring. Casa Dipinta ist mit seinen Fresken aus dem 16. Jahrhundert, die das Leben des Herkules zeigen, einer der herausragenden Palazzi der Stadt. Direkt hinter dem Turm beginnen Borgo di Mezzo und Borgo Nuovo – geteilt durch den Corso Roma, Hauptachse des historischen Zentrums.

An dieser Straße errichteten sich die reichen Familien ihre Paläste, von denen besonders Palazzo Monaco (16. Jh) ins Auge sticht.

An den Rändern der beiden wichtigsten Borghi breiteten sich das bürgerliche Valbruna und der Broiluccio mit seinen charakteristischen Gebäuden (heute Piazza Borgolucido) aus. Letzterer diente einst, damals noch offenes Gelände, als Zusammenkunftsplatz für die Volksversammlungen. 

Von besonderem historischem und künstlerischem Interesse ist die Kirche San Giuseppe e Pantaleone (genannt dei Frati/Kirche der Mönche, 14. Jh) mit ihrem wertvollen hölzernen Chorgestühl aus dem Jahr 1475, ein Werk des vicentinischen Holzschnitzers Marco Cozzi, sowie die Kirche San Giovanni (14. Jh), der einstige Sitz der Brüderschaft der Flagellanten.

DAS KASTELL


Die Geschichte des Kastells ist untrennbar verbunden mit derjenigen der Herren von Spilimbergo; sie genossen in der gesamten Region das höchste Ansehen und wirkten gar als “ministeriales” für den Patriarchen von Aquileia.

Das Kastell wurde im Jahr 1511, nachdem es schon durch ein Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen war, bei einer Revolte der Bürgerschaft in Brand gesetzt; nur der sogenannte Palazzo Dipinto, der bemalte Palast, wurde damals nicht zerstört.

Das heute zum Teil in hochwertigen Wohnraum umgewandelte Kastell ist zur Hälfte von einem tiefen Graben umgeben. Die andere Seite liegt auf einer steilen Böschung über dem Tagliamento.

Der Weg hinein führt über die Brücke (und damit über den Graben) und unter dem Einlassturm hindurch direkt in den Hof. Linker Hand sehen Sie Palazzo Tadea (1566) und in rechtem Winkel dazu Palazzo Ciriani mit seinen schönen, aus dem 16. Jahrhundert stammenden Fresken-Malereien im Innern. Daran schließt sich auf der Gegenseite Palazzo Troilo an (16. Jh) und zu dessen Rechter der Palazzo Dipinto. Die Fassade ist mit Freskenmalereien verziert, die von Andrea Bellunello (15. Jh) stammen: Die Motive sind Pferde mit Reitknechten und personifizierte theologische und weltliche Tugenden. Der Ostflügel besteht aus Gebäuden, die im 17./18. Jahrhundert errichtet wurden.

DER DOM

Mit den Bauarbeiten zum Dom wurde im Jahr 1284 begonnen :er wurde direkt an der alten Stadtmauer errichtet, von der ein Turm in die Konstruktion einbezogen und als Glockenturm gestaltet wurde. An der Nordseite befindet sich das Portal des Zenone da Campione (auch Porta moresca genannt) das den Signori Eintritt zum Dom gewährte. Die nach Westen ausgerichtete Hauptfassade ist mit sieben charakteristischen Rosetten verziert, eine Besonderheit, die es sonst im ganzen Friaul nicht zu sehen gibt. Das Innere des Doms ist dreischiffig, unterteilt durch geriefte, freskenverzierte Säulen, die spitz zulaufende, ebenfalls verzierte Bögen tragen.

Linkes Seitenschiff: der Altar S. Andrea mit einem Altarbild von Giuseppe Heintz il Giovane aus dem Jahr 1665, mit dem Martyrium des Heiligen als Motiv; der Altar Giovanni Battista sowie der Kreuzigungsaltar. Rechtes Seitenschiff: der Altar S. Francesco mit einem Altarbild von Palma il Giovane (17. Jh), die Kapelle des Carmine mit Skulpturen des Pilacorte und die Kapelle des Rosario mit Bildern von Gasparo Narvesa (Ende 16./Anfang 17. Jh).Mittelsschiff: eine Orgel, deren Gehäuse mit Bildtafeln von Giovanni Antonio Pordenone (1525) verziert ist.

Als die wahren Schmuckstücke des Doms sind jedoch die Fresken in den verschiedenen Apsiden anzusehen, die sämtlich aus dem 14. Jahrhundert stammen. Die zentrale Apsis ist an den Wänden vollständig mit Fresken verziert, die Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament zeigen, während an der Decke Kirchenlehrer und Apostel zu sehen sind. In der rechten Apsis steht ein Taufbecken von Pilacorte (1492), und von hier können Sie die Krypta betreten.

PALAZZO DI SOPRA UND BORGO VALBRUNA

Der Palast gehörte bis zum Jahr 1920 zum Besitz der Grafen von Spilimbergo und wurde erst vor kurzem renoviert. Heute erstrahlt er wieder in altem Glanz. Im 16. Jahrhundert war hier die Accademia Parteniana untergebracht, eine von Bernardino Partenio gegründete, humanistische Schule, die vom Grafen Adriano tatkräftig unterstützt wurde.  Das heutige Aussehen ist das Ergebnis von Restaurierungsarbeiten, die im 16./17. Jahrhundert durchgeführt wurden. Die Fassade zeigt außer mythologischen, historischen und vegetalen Themen noch einen Teil der originalen Dekoration im Trompe-l’oeil-Stil. Heute ist in diesem Bau, der sich harmonisch in das charakteristische, mittelalterliche Umfeld des Ortsteils Valbruna mit seinen typischen, einfachen Wohnhäusern, den engen Gassen und Innenhöfen einfügt, das lokale Rathaus untergebracht.

DIE WICHTIGSTEN TERMINE IN SPILIMBERGO


KARNEVAL
Umzug in Masken, Unterhaltung und Musik im Freien (vorletzter Karnevalssonntag)

SAPORI D’EUROPA – DIE GESCHMÄCKER EUROPAS
Veranstaltung mit Spezialitäten aus Küche und Keller, Folklore, Musik und Kunst – Führungen durch die Stadt. Mit der Teilnahme von Gruppen aus verschiedenen Ländern Europas (Mai)

SPILIMBERGO FOTOGRAFIA
Fotografie-Ausstellungen des CRAF - Centro di Ricerca e Archiviazione della Fotografia (ab Juli)

FOLKEST
Internationales Festival: ethnische Musik und neue Tendenzen. Abschlusstage in Spilimbergo – mit musikalischen Konzerten, Unterhaltung, Schallplatten- und Musikinstrumente-Verkaufsstände (Ende Juli)

DIE MACIA: EINIGE HISTORISCH EINGEFÄRBTE TAGE
Eine Würdigung des 16. Jahrhunderts in historischen Kostümen; mit einem Palio-Wettkampf (zu Ehren der Assunta), einem mittelalterlichen Abendessen in Kostüm, Unterhaltung, antiken Schankwirtschaften und Renaissance-Atmosphäre (13.-16. August)

MOSAICO E MOSAICI
Ausstellung von Mosaik-Arbeiten der Schüler der Mosaikfachschule Scuola Mosaicisti del Friuli (August)

FEST SAN ROCCO
Flohmarkt Hobby und Handwerk (15. und 16. August).

RIVIVONO ANTICHI SAPORI
Traditionelle Spezialitäten aus Küche und Keller: Vorstellung und Verkauf (Anfang Oktober)

WEIHNACHT IN SPILIMBERGO
Unterhaltung im Zentrum, Verkaufsstände und geöffnete Geschäfte (Dezember)

INFORMATIONEN

Pro Spilimbergo
Palazzo La Loggia, in Piazza Duomo, 1
33097 Spilimbergo (PN)

Telephone/Fax: + 39 0427 2274

Website: www.prospilimbergo.org 
mail: iat(at)comune.spilimbergo.pn.it

Mosaikfachschule Scuola Mosaicisti del Friuli


Via Corridoni, 6
33097 Spilimbergo PN
Tel. +39 0427.2077
Fax +39 0427.3903
Website: www.scuolamosaicistifriuli.it
mail: info(at)scuolamosaicistifriuli.it